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Miles Davis - Lennies On The Turnpike '71 Mp3

  • Performer: Miles Davis
  • Album: Lennies On The Turnpike '71
  • Label: Jazz Masters
  • Catalog #: JM 001~2
  • MP3: 1417 mb | FLAC: 1716 mb
  • Released: 1993
  • Country: Germany
  • Style: Fusion, Jazz-Funk
  • Rating: 4.8/5
  • Votes: 289
  • Category: Jazz
Miles Davis - Lennies On The Turnpike '71 Mp3

Tracklist

1Inamorata7:40
2Bwongo22:55
3Funky Tonk33:41
4Inamorata11:25
5What I Say13:04
6Ananka23:30

Credits

  • Alto Saxophone, Soprano SaxophoneGary Bartz
  • DrumsJack DeJohnette
  • Electric BassMike Henderson
  • Electric Piano, OrganKeith Jarrett
  • GuitarJohn McLaughlin
  • PercussionAirto Moreira
  • TrumpetMiles Davis

Notes

Disc 1 : Lennies on the Turnpike Boston '71
Disc 2 : Philharmonic Hall, NY 11/26/'71

Barcodes

  • Rights Society: GEMA
  • Other (SPARS Code): AAD

Companies

  • Recorded At – Lennie's On The Turnpike
  • Recorded At – Philharmonic Hall, New York

Gaua
Schlimmer Sound! - **
Unter den Bootlegs von Miles-Davis-Konzerten aus dem Jahr 1971 gibt es bessere und schlechtere. Dies hängt mal mit der Aufnahme- und mal mit der Perfomancequalität der Gruppe um Miles Davis zusammen. Recht stark sind etwa das Belgrader oder das Berliner Konzert von der Herbsttour 1971, teilweise auch die Auftritte in Oslo und in Dietikon in der Schweiz.
Die Doppel-CD „Lennies On The Turnpike ‘71“ gehört dagegen eindeutig zu den schlechteren. Offensichtlich hatten die Mannen um den genialen Trompeter in Europa die bessere Form, denn die Aufnahmen aus Peabody, Massachusetts, vom März sowie aus New York am 26. November 1971 sind nicht nur wegen des teilweisen schlimmen Sounds kein wirklicher Hörgenuss. Auch spielerisch waren Gary Bartz am Saxophon, Michael Henderson am Bass, Jack DeJohnette an den Drums, Keith Jarrett an den Tasten und die Percussionsleute – neben Miles Davis selbst! – bei beiden Konzerten nicht wirklich in Top-Verfassung, das hört man selbst durch den sehr dürftigen, amateurhaften Klang (nicht autorisierte Publikumsaufnahmen!) hindurch.
Die Miles-Musik jener Jahre ist ja vor allem eine kraftvolle, rockige, oft verzerrte, manchmal breiig wirkende Mixtur aus Versatzstücken der stets gleichen Titel („It’s About That Time“, „Directions“, „What I Say“, „Honky Tonk“, „Sanc-tuary“ und „Funky Tonk“ bzw. „Inamorata“) und vermag in besseren Beispielen absolut zu überzeugen. Vor allem Gary Bartz und Keith Jarrett prägen den Sound bei den genannten stärkeren Auftritten und Mitschnitten. Bei den etwas fragmentarisch zusammengestellten „Stücken“ auf „Lennies On The Turnpike ‘71“ ist das anders. Das Peabody-Konzert, die erste CD, ist ein etwas chaotisch wirkender Geräuschbrei mit viel zu dominantem Schlagzeug (offensichtlich war das Tonbandgerät neben Jack DeJohnette platziert) und reichlich unsauber gespielten Grundthemen der einzelnen Basistracks. Miles Davis scheint bei diesem Auftritt Vieles egal gewesen zu sein. Möglicherweise war auch seine Trompete beeinträchtigt, denn von der Bühne wird an einer Stelle ins Publikum gefragt, ob jemand ein derartiges Instrument dabei habe.
Ein noch schlechterer Klang ist von dem November-Konzert in New York überliefert. Beim Mastering dieser CD hat man im Übrigen hörbar auf eine zerkratzte LP zurückgegriffen, was ein weiteres klangliches Defizit bewirkt. Die beiden Tracks werden auf dem CD-Aufdruck als „Bwongo“ und „Ananka“ bezeichnet, sind aber de facto die üblichen Medleys. Falsch ist auch die Information auf der Cover-Rückseite, dass John McLaughlin als Gitarrist mitwirke. Dem ist nicht aber so.
Fazit: Gerade um diese an sich schon schwierige Rock-Fusion-Musik von Miles Davis aus dem Jahr 1971 verstehen zu können, bedarf es mehr als einer beliebigen Publikumsaufnahme. „Lennies On The Turnpike ‘71“ ist ein Bootleg, den niemand braucht.
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